Antikörper-phagen-display-services

Formular Phagen-Display

Beschleunigen Sie Ihr Entwicklungsprogramm mit den Antikörper-Phagen-Display-Services von ProteoGenix, und erhalten Sie Ihren aufgereinigten rekombinanten Antikörper in weniger als 2 Monaten. Unsere Bibliotheken umfassen verschiedene monoklonale Antikörperformate wie Fab, scFv und VHH sowie verschiedene Spezies. Dank unserer Humanbibliotheken mit hoher Diversität erübrigt sich die Humanisierung bei der Entwicklung Ihres monoklonalen Antikörpers, und Sie profitieren von unseren hohen Garantien.

Warum sollten Sie sich für die Antikörper-
Phagen-Display-Services von ProteoGenix entscheiden?

Garantierte Binder

Wir garantieren MINDESTENS 3 verschiedene Binder für Ihr Antigen.

IP-frei

Die generierte Antikörpersequenz geht vollständig in Ihr Eigentum über.

Bibliotheken mit sehr hoher Vielfalt für Antikörper-Phagen-Display

Unsere Premium-Bibliotheken enthalten mindestens 109verschiedene Varianten.

scFv-, Fab- und VHH-Formate erhältlich

Die Diversität unserer Bibliotheken ermöglicht es uns, Ihnen eine große Auswahl an Formaten für ein breites Spektrum von Anwendungen anzubieten.

Große Auswahl an Spezies verfügbar

Monoklonale Maus-, Schaf-, Lama- Kaninchen-Antikörper… Neben unseren naiven Bibliotheken steht Ihnen auch die Möglichkeit offen, Immunbibliotheken aus einer Spezies Ihrer Wahl zu entwickeln.

Zeitersparnis

Vom Antigen zum Antikörper in weniger als 7 Wochen!

Kein Tiereinsatz

Screening von naiven Bibliothekenerfordert keinerlei Tiereinsatz.

Kauf von Bibliotheken

Kaufen Sie unsere naiven Bibliotheken oder Ihre eigenen Immunbibliotheken.

Phagen-Display-Bibliotheken: naiv oder immun?

Naive Bibliotheken Immunbibliotheken
Spezies Mensch, Kaninchen, Alpaka Keine Einschränkung ausgenommen Mensch
Formate Fab, scFv, VHH Fab, scFv, VHH
Anzahl Binder ++ +++
Binderaffinität ++ +++
Potenzielle Immunogenitätsprobleme Nein Ja
Tiereinsatz Nein Ja
Zeitrahmen 6–7 Wochen 14–19 Wochen + 6–7 Wochen
Preis + ++

Interessiert an unserem Service für das Screening von naiven Bibliotheken oder am Aufbau einer Immunbibliothek ? Wenden Sie sich an unseren spezialisierten Account Manager.

Unser Prozess für Antikörper-Phagen-Display

Antigenbeschaffung oder Antigendesign und -Herstellung
  • Peptide/niedermolekulare Verbindungen: Konjugation an Träger
  • Proteinherstellung einschließlich Gensynthese
  • Zelle, die das Targetprotein überexprimiert

Immunbibliothek

Immune library

Naive Bibliothek

Aufbau einer Immunbibliothek
  • PBMC-Isolierung
  • RNA-Extraktion und cDNA-Synthese
  • VH- und VL-PCR-Amplifikation
  • Bibliotheksaufbau und QK
Bibliotheks-Screening und Biopanning
  • Screening von naiven oder Immunbibliotheken gegen Antigen
  • 4–6 Biopanning-Durchgänge
ELISA-Screening von Einzelphagenbindern
  • ELISA-Screening und -Validierung, bis mindestens 3–10 verschiedene Binder identifiziert wurden
DNA-Extraktion und Antikörpersequenzierung

Leistungsumfang unseres Service für Antikörper-Phagen-Display

Schritt Leistungen Zeitrahmen Lieferumfang
Bibliotheksaufbau (nur bei Immunbibliotheken)
  • Tierimmunisierung und Titerbestimmungen
  • Zellisolierung (Milz, Knochenmark, PBMC)
  • RNA-Extraktion
  • cDNA-Synthese
  • VH- und VL-PCR-Amplifikation
  • cDNA-Assembly
  • Phagemidsynthese und Klonierung
  • QK der Bibliothek
14–19 Wochen
  • Fortschrittsbericht
Bibliotheks-Screening und Biopanning
  • Screening der naiven oder Immunbibliothek
  • 4–6 Biopanning-Durchgänge
6–7 Wochen
  • Fortschrittsbericht
ELISA-Screening
  • Screening und Validierung mittels ELISA, bis mindestens 3–10 verschiedene Binder identifiziert wurden
  • Fortschrittsbericht
DNA-Extraktion und Antikörpersequenzierung
  • Phagen-DNA-Extraktion und -Antikörpersequenzierung
  • Ausführlicher Bericht
  • DNA-Sequenz des besten Binders
    Vollständiges Eigentum an den Sequenzen
Verfügbare Optionen:
  • Zusätzliches Screening von Einzelphagenklonen mittels ELISA gegen ein/e bestimmte/s Protein/Peptid/niedermolekulare Verbindung/Zelle
  • Zusätzliches Screening von Einzelphagenklonen mittels WB
  • Zusätzliches Screening von Einzelphagenbindern mittels Durchflusszytometrie an Zellen
  • Beurteilung der Affinität von Einzelphagenbindern
  • Panning gegen Zellen, die das interessierende Antigen überexprimieren, unter Bibliothekserschöpfung gegen Kontrollzelle

Fallstudie: Generierung eines Antikörpers gegen eine niedermolekulare Verbindung mit Phagen-Display

PROJEKTANFORDERUNGEN

Einer unserer Kunden gab einen humanen Antikörper gegen eine niedermolekulare Verbindung in Auftrag.
Die niedermolekulare Verbindung wurde an verschiedene Träger konjugiert, um ein optimales Coating zu erreichen.
Es wurde ein Biopanning unter Verwendung unserer hochdiversen naiven Humanbibliothek durchgeführt.
Insgesamt 192 Einzelphagenbinder wurden mittels ELISA gescreent und validiert.
Es wurden 10 Antikörpersequenzen benötigt.

BIOPANNING-ERGEBNISSE

Durchgänge Phagen-Input (pfu) Phagen-Output (pfu)
Panning mit Antigen-Coating Panning ohne Coating (Negativkontrolle)
1 2,0×1012 8,9×106 3,4×106
4 1,0×1012 4,0×107 2,5×106

Es liegt eine offensichtliche Anreicherung von Anti-Antigen-Bindern vor, auch wenn es schwierig ist, die Binder an Träger zu entfernen (bekanntes Phänomen).

ELISA DER POLYKLONALEN PHAGEN

Phagenmenge (pfu/Well) Durchgang 3 Durchgang 4
Antigen Kontrolle Antigen Kontrolle
6×1012 3.035 2.584 3.630 3.451
2×1012 2.798 1.709 3.308 3.007
6,7×1011 1.508 1.069 3.028 2.128
2,2×1011 0.5666 0.5024 2.976 1.885
7,4×1010 0.1712 0.1932 2.581 1.704
2,5×1010 0.08020 0.09040 2.033 1.317
8,2×109 0.06090 0.09140 1.931 1.054
2,7×109 0.01620 0.01740 0.7235 0.7526
9×108 0.01290 0.01460 0.2341 0.2432

Es liegen zwar viele unspezifische Binder vor (bekanntes Phänomen), dennoch ist eine offensichtliche Anreicherung von Anti-Antigen-Bindern zu beobachten (fett dargestellte Zahlen).

ELISA MIT MONOKLONALEN PHAGEN DER 11 IDENTIFIZIERTEN EINMALIGEN ANTIKÖRPER (EINMALIG BEDEUTET EINMALIGE SEQUENZ)

Klone Ag-Träger 1 Ag-Träger 2 Ag-Träger 3 Kein Coating Träger 1 Träger 2 Träger 3
A6 4.698 4.743 4.466 0.118 0.100 0.092 0.117
A9 4.769 4.766 4.420 0.100 0.092 0.078 0.074
B1 4.716 4.804 4.452 0.353 0.584 0.422 0.187
B2 4.494 4.482 4.874 0.081 0.122 0.109 0.100
D1 4.862 3.989 4.540 0.170 0.488 0.313 0.123
D8 4.862 4.090 4.486 0.057 0.106 0.102 0.059
F4 4.214 3.352 5.306 0.051 0.110 0.123 0.059
H2 4.797 4.537 4.588 0.084 0.213 0.188 0.112
H11 4.722 4.604 5.049 0.103 0.218 0.262 0.138
1A11 4.407 4.528 4.562 0.054 0.086 0.115 0.079
1G1 4.956 4.381 5.218 0.076 0.114 0.138 0.077

Wir haben 11 einmalige Klone generiert, die spezifisch und stark an das niedermolekulare Antigen binden.
Unser Kunde entschied sich, diese 11 Klone als rekombinante Antikörper zu exprimieren und das Screening von 192 weiteren Einzelphagen in Auftrag zu geben, was zur Identifikation von 7 neuen einmaligen Sequenzen führte.

Erfahren Sie mehr über unser Leistungsspektrum im Bereich Antikörper-Phagen-Display. Laden Sie den vollständigen Bericht herunter, indem Sie auf „PDF-Bericht anfordern“ klicken.

Was ist Antikörper-Phagen-Display?

Bei der Phagen-Display-Methode werden die Wechselwirkungspartner eines Proteins bestimmt (Protein-Protein-, Protein-DNA- oder Protein-Peptid-Wechselwirkungen), indem das Protein als „Köder“ für Phagen genutzt wird, die Peptide, Proteine oder Antikörper exprimieren, die von einer umfangreichen DNA-Bibliothek (die alle codierenden Sequenzen eines bestimmten Organismus enthält) codiert werden. Auf diese Weise kann die Funktion des Proteins bestimmt werden.

Ablauf des Phagen-Display-Verfahrens: Phagen-Display-Bibliothek, Panning/Biopanning und Validierung mittels ELISA

Die Phagen-Display-Technik nutzt einen filamentösen Phagen, wobei es sich um einen auf E. coli lebenden Virus handelt. Die Methode hat sich als leistungsfähiges Verfahren zur Abfrage von Bibliotheken, die Milliarden verschiedener Proteine oder Peptide enthalten, erwiesen.
Die Anwendung des Phagen-Display auf große Antikörperbibliotheken war ein echter Erfolg im Hinblick auf die Isolierung von monoklonalen Antikörpern, die hochspezifisch gegen ein Antigen gerichtet sind.
Diese neuen Methoden unter Verwendung von Bibliotheken mit Milliarden von auf Phagen exprimierten Antikörpern stellen sinnvolle Alternativen dar, die nachweislich genauso effektiv wie herkömmliche Methoden sind, wenn es darum geht, Milliarden von Fragmenten zu generieren und schnell zu selektieren, um die interessantesten Kandidaten für das jeweilige Entwicklungsvorhaben zu bestimmen.

Phagen-Display ist deshalb ein nützliches und zeitgemäßes Werkzeug mit weiter Verbreitung in der Suchforschung nach therapeutischen Antikörpern.

Vorteile des Antikörper-Phagen-Display

Der größte Vorteil des Phagen-Display liegt in der vereinfachten Struktur, Stabilität und somit Zuverlässigkeit der Phagen, was es gestattet, sie auf verschiedenen Oberflächen, aber auch in In-vivo-Anwendungen zu verwenden.
Die zentrale Eigenschaft des Phagen-Display-Verfahrens ist die physische Kopplung zwischen Genotyp und Phänotyp (der Phage präsentiert das Protein an seiner Außenseite, während sich in seinem Inneren das Gen für das Protein befindet). Dazu müssen die codierenden DNA-Fragmente künstlich in Phagen eingeschleust werden, wodurch sich die große Diversität der phagenbasierten Antikörperbibliotheken erklärt. Bei den biotechnischen Antikörperfragmenten, die bei ProteoGenix mittels Phagen-Display generiert werden, handelt sich um scFv (single chain variable fragment), Fab-basierte Antikörperformatpräsentation und Einzeldomänen-Antikörper (VHH) selektiert werden.

Bakteriophage M13 im Antikörper-Phagen-Display

Alle ProteoGenix-Bibliotheken für das Antikörper-Phagen-Display bestehen aus dem filamentösen Phagen M13, einem Virus, welches das Bakterium E. coli infiziert. Dieser Bakteriophage wird am häufigsten für Phagen-Display eingesetzt und sollte für Ihre Forschung geeignet sein.

Bei M13 handelt es sich um einen lysogenen filamentösen Phagen mit kreisförmiger einzelsträngiger DNA, die von einem dünnen Schlauch umhüllt ist. Diese Hülle besteht aus rund 2700 Kopien des Haupthüllproteins pVIII und rund 5 Kopien des Nebenhüllproteins pIII an den Schlauchenden. Eine Infektion mit M13-Plasmiden ist für Bakterien nicht letal, und sie werden in vielen rekombinanten DNA-Prozessen eingesetzt.