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Mit über 1.800 Antikörperentwicklungen beherrschen wir die Herstellung von polyklonalen und monoklonalen Antikörpern.
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Antigendesign und -beschaffung + Konjugation an einen Carrier
Monoklonale Antikörperproduktion
Monoklonale Antikörper-Engineering (optional)
Antigendesign und -beschaffung + Konjugation an einen Carrier
Polyklonale Antikörperproduktion
Small Molecule Antikörper gewinnen immer mehr an Bedeutung bei der kundenspezifischen Antikörperentwicklung, insbesondere für diagnostische und therapeutische Applikationen.
Small Molecule Antikörper sind besonders in zahlreichen Bereichen wie z. B. Lebensmittelsicherheit und Umweltmonitoring geschätzt. Kleinmoleküle umfassen viele Substanzen wie Pestizide, Arzneimittel, Toxine, Lipide, Aminosäuren … Sie lassen sich mit physikalisch-chemischen Methoden wie Chromatographie oder gekoppelter Chromatographie-Massenspektrometrie detektieren. Diese Methoden erfordern jedoch teure Geräte und hochqualifiziertes Personal mit chemischem und biologischem Hintergrund. Small Molecule Antikörper ermöglichen die Detektion, Visualisierung (Immunfluoreszenz, Immunhistochemie) und auch Quantifizierung (ELISA-Assay) von Small Molecules zu geringen Kosten und mit hoher Sensitivität.
Anti-Hapten-Antikörper sind auch im therapeutischen Bereich besonders interessant und könnten eine alternative Lösung zur Verwendung von Antibody-Drug Conjugates (ADC) darstellen. Verschiedene Anwendungen dieser Wirkstoffe wurden bereits beschrieben:
Kleinmoleküle weisen typischerweise eine schnelle renale Clearance auf, was zu geringer therapeutischer Wirksamkeit führt. Daher wurden Small Molecule Antikörper bereits dazu genutzt, die Pharmakokinetik dieser Wirkstoffe zu modulieren. Es gibt verschiedene Optionen, die pharmakokinetischen Eigenschaften von Small Molecules zu beeinflussen:
Payload nicht-kovalent verknüpfen:
Dieses Konstrukt führt zu Hapten-Antikörper-Payload-Komplexen mit einer verzögerten Freisetzung des Payloads. Die Freisetzungsrate wird durch die Dissoziationsrate des Anti-Hapten-Antikörper-Payload-Komplexes bestimmt. Sowohl Payload als auch Antikörper sind im Gleichgewicht zwischen freier und gebundener Form. Die Bindungsstärke kann angepasst werden, um die Pharmakokinetik der Small Molecules gezielt zu beeinflussen.
Kovalente Bindung zwischen Antikörper und Payload:
In Anti-Hapten-Antikörper-Payload-Komplexen führt die Freisetzung des Payloads zu einer schnelleren Elimination als der Antikörper selbst. Durch kovalente Bindung des Payloads an den Antikörper über eine Disulfidbrücke kann man dies verhindern. Solche Konjugate erreichen eine Serumhalbwertszeit des Payloads vergleichbar mit IgG. Nach Eindringen des bispezifischen Antikörpers in die Zelle wird die Disulfidbrücke reduziert, wodurch das Payload freigesetzt wird.
Small Molecule Antikörper können das Payload gezielt an den Zielort bringen. Dies kann beispielsweise über bispezifische Antikörper erfolgen. Es gibt zwei Ansätze:
Im ersten Ansatz wird der Anti-Hapten-Antikörper-Payload-Komplex vorab gebildet. Ein Beispiel für einen solchen „Anti-Hapten-Antikörper-Small Molecule Hybrid“ ist die Konjugation von DUPA, einem Small Molecule-Liganden zur Behandlung von Prostatakrebs, mit einem Fab gegen CD3.
Die zweite Strategie erfolgt in zwei Phasen:
Im ersten Schritt wird der bispezifische Antikörper alleine verabreicht, um sein Target zu erreichen. Im zweiten Schritt wird der Payload appliziert, der dann von den bispezifischen Antikörpern am Ziel aufgenommen werden kann.
Kleinmoleküle sind aufgrund ihrer geringen Größe keine guten Immunogene. Die Herstellung von Antikörpern gegen Small Molecules erfordert, diese zunächst immunogen zu machen. Hierzu werden die chemischen Substanzen an eine Carrier-Matrix konjugiert. Das Design eines optimierten Hapten-Carrier-Konjugats ist der entscheidende Schritt zur erfolgreichen Herstellung kundenspezifischer Antikörper.
Verschiedene Faktoren müssen bei der Entwicklung eines Hapten-Carrier-Konjugats berücksichtigt werden, darunter:
Der Carrier: Der Träger muss ausreichend immunogen sein und genügend Aminosäuren mit reaktiven Seitenketten aufweisen, um die Konjugation zu ermöglichen. Zudem sollte die Speziesherkunft des Trägers sich vom Immunisierungstier unterscheiden.
Die Kopplungsstrategie: Sie richtet sich nach den verfügbaren Reaktivitätsstellen am Hapten und am Carrier sowie der gewünschten Orientierung.
Die optimale Hapten-Carrier-Dichte: Die Hapten-Dichte hat Einfluss auf die Immunantwort gegen das Antigen. Die optimale Dichte hängt von der späteren Anwendung und der Struktur der Moleküle ab.
Der Spacer: Die Länge des Spacers begrenzt die sterische Hinderung und trägt zur Immunogenität des Hapten-Carrier-Konjugats bei. Die Auswahl ist daher bei Small Molecule Antigen-Designs entscheidend.
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