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Fallstudie
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Schwedisches Biotech
Therapeutika
Onkologie
Prostatakrebs
Ein schwedisches Biotechnologieunternehmen beauftragte ProteoGenix mit dem Design und der Produktion verschiedener bispezifischer Antikörperformate. Der Kunde lieferte die Sequenzen von zwei monoklonalen Antikörpern, bezeichnet als Ab1 und Ab2, welche als Basis für das bispezifische Antikörper-Engineering dienten.
Um das therapeutische Potenzial dieser Ausgangsantikörper zu optimieren, wurden von unseren Experten sieben verschiedene bispezifische Formate für das Design und die Entwicklung ausgewählt:
Durch diesen Multi-Format-Ansatz unserer Experten konnten verschiedene molekulare Architekturen umfassend evaluiert werden, um die geeigneten Kandidaten für die Weiterentwicklung zu identifizieren.
1
Die Expression der sieben bispezifischen Antikörper mit korrekter Assemblierung
2
Die Affinität der generierten bispezifischen Antikörper im Bereich der Ausgangsantikörper halten
2. Subklonierung in Expressionsvektoren
3. Expression & Reinigung der rekombinanten bispezifischen Antikörper
4. Post-produktiver Schritt für IgG-ähnliche Formate mit Duobodies
5. Charakterisierung der verschiedenen bispezifischen Formate
SDS-PAGE-Analysen der Aufreinigungsprofile und abschließenden Qualitätskontrollen zeigten, dass die Ab1-Ab2-DEKK- und Ab1-Ab2-DuetMab-DEKK-Formate zwar exprimiert, aber nicht zu vollständigen bispezifischen Antikörperstrukturen assembliert wurden, vermutlich aufgrund fehlender Heterodimerisierung der schweren Ketten. Die DEKK-Mutation scheint somit kein optimales bispezifisches Format für dieses spezielle Ab1/Ab2-Paar zu sein. Alle anderen bispezifischen Formate und einzelnen Duobodies konnten mit guter Ausbeute und Reinheit exprimiert und korrekt in vollständige Antikörperstrukturen assembliert werden.
Jeder getestete bispezifische Antikörper konnte an die Antigene binden, wobei die beiden DEKK-Formate Ab1-Ab2-DEKK und Ab1-Ab2-DuetMab-DEKK eine sehr geringe Bindung zeigten, was im Einklang damit steht, dass sie nicht korrekt assembliert waren. Im Vergleich zu den Elternantikörpern Ab1 und Ab2 zeigten die bispezifischen Antikörper Ab1-Ab2-Duobody, Ab1-Ab2-KIH und Ab1-Ab2-CrossMAb-KIH die beste Bindung, was darauf hinweist, dass diese Formate ihre Bindung beibehalten haben.
Die Ergebnisse der KD-Bestimmung bestätigen die zuvor durchgeführten ELISA-Titrationen. Die Bindung aller drei getesteten bispezifischen Antikörper an jedes Antigen konnte mit hoher Affinität im Nanomolar-Bereich bestätigt werden. Im Vergleich zu den entsprechenden Elternantikörpern zeigte sich eine Affinitätsdifferenz bei allen bispezifischen Antikörpern, erklärt durch die reduzierte Avidität – da die Elternantikörper zwei Bindungsstellen pro Antigen besitzen, während bispezifische Antikörper für jedes Antigen monovalent sind.
Die sieben ausgewählten bispezifischen Antikörperformate wurden erfolgreich gegen zwei Prostatakrebs-Zielantigene designt und exprimiert, wobei fünf Formate eine korrekte Assemblierung und eine doppelte Antigenbindung erreichten.
Drei Topkandidaten – Duobody, KIH und CrossMAb-KIH – konnten per Biacore eine Nanomolar-Affinität für beide Antigene bestätigen. Der beste Kandidat erreichte eine Affinität von 3,20×10⁻¹⁰ M.
Dies zeigt, dass ein Multi-Format-Screening eine effektive Strategie zur Identifizierung hochaffiner bispezifischer Antikörper-Leads darstellt und dabei Assemblierungsprobleme wie bei den DEKK-basierten Formaten vermieden werden.
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