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Im Kampf gegen multiresistente bakterielle Infektionen entwickelt TELUM Therapeutics neuartige, präzisionsentwickelte Therapien – und verlässt dabei die üblichen Wege des Arzneimitteldesigns. Ihr führender Therapieansatz, EpIeTTX1, zielt auf den tödlichen, arzneimittelresistenten menschlichen Krankheitserreger Acinetobacter baumannii ab, der kürzlich auf die WHO-Liste der bakteriellen Prioritätserreger aufgenommen wurde.
Die Weiterentwicklung dieses innovativen proteinbasierten Therapeutikums erforderte zu verstehen, wie schnell dieses bakterientötende Protein nach Eintritt in den Körper abgebaut wird (Pharmakokinetik, PK).
Hierfür war ein hochspezifischer monoklonaler Antikörper notwendig, der das vollständige EpIeTTX1-Protein erkennt, jedoch nicht mit dessen Abbaufragmenten nach Injektion kreuzreagiert.
Das Problem: Dieser Antikörper existierte noch nicht.
„Wir haben zunächst die interne Entwicklung des Antikörpers erwogen, aber schnell erkannt, wie technisch komplex und ressourcenintensiv diese Aufgabe ist. Wir hatten mit anderen Anbietern gesprochen, doch keiner brachte die technische Expertise, Flexibilität und den kollaborativen Ansatz mit, wie ProteoGenix.“ — Dr. Robert Diez, COO, TELUM Therapeutics
Dr. Diez berichtet in diesem exklusiven Interview, mit welchen innovativen Methoden ProteoGenix aus der Idee vom Traumantikörper Wirklichkeit gemacht hat.
2019 gegründet, mit Hauptsitz in Noáin (Navarra, Spanien), ist TELUM Therapeutics ein Biotechnologie-Unternehmen, das auf die Bekämpfung multiresistenter bakterieller Infektionen spezialisiert ist. „Durch den Einsatz von Synthetischer Biologie und KI-gestütztem Machine Learning wollen wir präzisionsentwickelte Therapien schaffen“, erklärt Dr. Robert Diez.
Ihre Mission: neuartige antimikrobielle Wirkstoffe zu liefern – mit EpIeTTX1 als Vorreiter im Kampf gegen Acinetobacter baumannii, eine kritische Bedrohung in Gesundheitseinrichtungen.
Das EpIeTTX1-Projekt konzentriert sich auf ein therapeutisches Protein, das die bakteriziden Eigenschaften modifizierter Phagenlyseenzyme nutzt. Für die Entwicklung der Therapie ist entscheidend zu verstehen, wie EpIeTTX1 im Körper aufgenommen, verteilt, verstoffwechselt und ausgeschieden wird. „[Pharmakokinetische] Daten gewährleisten optimale Dosierung, maximale Wirksamkeit und minimale Nebenwirkungen“, betont Dr. Diez und unterstreicht die Notwendigkeit für den Erfolg der EpIeTTX1-Arzneimittelentwicklung und klinische Studien.
Die Entwicklung von Antikörpern gegen EpIeTTX1 war alles andere als einfach. TELUM benötigte einen speziellen monoklonalen Antikörper, der exklusiv das intakte Protein im Blutplasma erkennt und keine Kreuzreaktivität zu Abbauprodukten aufweist. „Die strukturelle Ähnlichkeit zwischen dem intakten Protein und den Abbauprodukten machte dies äußerst schwierig“, betont Dr. Diez. „Jede Kreuzreaktivität könnte zu fehlerhaften [pharmakokinetischen] Daten führen und Dosierung sowie Wirksamkeit negativ beeinflussen.“
TELUM erwog zunächst die Entwicklung im eigenen Haus, erkannte aber schnell die Komplexität des Vorhabens. Auch andere Anbieter konnten die nötige technische Expertise und Flexibilität nicht bieten. „Wir brauchten einen Partner, der nicht nur Antikörper, sondern auch hochexakte Analyse-Assays liefern konnte“, erinnert sich Dr. Diez. Damit ebnete sich der Weg für ProteoGenix, die zentrale Hürde aus dem Weg zu räumen.
„Die geforderte Spezifität war enorm – ProteoGenix hat diese Anforderung mit herausragendem Fachwissen erfüllt.“, erklärt Dr. Robert Diez, COO, TELUM Therapeutics
Bei der Wahl eines Partners prüfte TELUM mehrere Anbieter – doch ProteoGenix stach hervor. „Ihre Erfahrung mit komplexen kundenspezifischen Antikörper-Programmen sowie die Fähigkeit, sich auf unsere wissenschaftlichen und regulatorischen Anforderungen einzustellen, machten sie zur besten Wahl“, so Dr. Diez. Während andere Anbieter auf Standardlösungen setzten, bot ProteoGenix maßgeschneiderte Lösungen für die spezifischen Anforderungen von EpIeTTX1.
Dieser partnerschaftliche Ansatz sorgte dafür, dass ProteoGenix nicht nur Anbieter, sondern strategischer Partner in der Mission von TELUM war.

Um TELUMs Herausforderung zu bewältigen, setzte ProteoGenix eine ausgefeilte, mehrstufige Strategie um.
„Um Antikörper zu entwickeln, die ausschließlich das intakte EpIeTTX1 erkennen, war höchste Spezifität für konformationelle Epitope nötig.“ — Dr. Robert Diez
Die Hybridom-Technologie von ProteoGenix erwies sich als ideal, sie ermöglicht nicht nur hohe Spezifität, sondern auch skalierbare Produktion.
Eine herausragende Innovation war ihr maßgeschneiderter proteolytischer Degradations-Assay, der den Proteinabbau von EpIeTTX1 im Plasma simulierte.
„Das verlangte tiefgehende molekularbiologische Expertise – Proteaseauswahl, Proteinengineering und Entwicklung analytischer Methoden.“ — Dr. Robert Diez
Mit diesem Assay wurden Antikörper-Kandidaten unter realen Bedingungen getestet, um nur solche weiterzuentwickeln, die das intakte Protein erkennen.
Auch Flexibilität war ein entscheidender Faktor.
„Sie haben die Protokolle an unser Budget angepasst, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen. Der Degradations-Assay von ProteoGenix war bahnbrechend und gab uns Sicherheit in Bezug auf die Antikörperspezifität.
Anpassungen bei Immunisierung und Screening, zusammen mit regelmäßigen GO/No-GO-Checkpoints und proaktiver Kommunikation, haben uns durch den gesamten Prozess begleitet und transparent informiert.“
„Die Zusammenarbeit war wissenschaftlich und reibungslos. Das Team von ProteoGenix war stark involviert und hat in jedem Schritt strategisch beraten.“ — Dr. Robert Diez
ProteoGenix lieferte 10 monoklonale Antikörper mit außergewöhnlicher Sensitivität, die EpIeTTX1 im niedrigen Nanogramm-pro-Milliliter-Bereich (ng/mL) nachweisen können.
Mit diesen Antikörpern entwickelte TELUM einen Sandwich-ELISA-Assay mit:
„Die Qualität der Antikörper hat unsere [pharmakokinetischen] Studien revolutioniert.“ — Dr. Robert Diez
Mit diesen neuen Werkzeugen konnte TELUM:
„Dieser Meilenstein brachte uns einen Schritt näher an eine neue Therapie für multiresistente Infektionen“, erläutert Dr. Diez. „Unsere F&E-Plattform wurde validiert und wir erhielten ein vollständiges Analytikpaket für Zulassungsanträge & klinische Studien.“ Die Antikörper trugen außerdem zu neuem geistigen Eigentum und geplanten Publikationen bei und stützen TELUMs Position in antimikrobieller Innovation.
In der Rückschau lobt Dr. Diez die Wirkung von ProteoGenix.
„Am wertvollsten war die Kombination aus technischer Expertise und flexibler Zusammenarbeit“, sagt er. „Sie haben unsere Herausforderungen verstanden, Protokolle angepasst und uns mit Insights vorangebracht.“
Die Partnerschaft hat nachhaltigen Wert:
„Ich würde ProteoGenix uneingeschränkt empfehlen. Sie bringen wissenschaftliche Tiefe, Flexibilität und herausragende Kommunikation – und liefern Qualität mit Präzision.“ — Dr. Robert Diez