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ERFOLGSSTORY
Forscher haben kürzlich gezeigt, dass eine onkogene Mutation (R110) in der variablen Region der Immunglobulin-Leichtkette (IGLV) ein bedeutender und weit verbreiteter Indikator für eine ungünstige Prognose bei chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) ist. Zudem entwickelte das Team einen Antikörper-basierten Ansatz zur Früherkennung und potenziellen Behandlung von CLL-Patienten mit dieser schädlichen Veränderung. Mithilfe der Hybridoma-Entwicklungstechnologie (Hybridoma development technology) wurden Antikörper zur Erkennung einer einzelnen Punktmutation entworfen, um die Prognose der Erkrankung besser zu verstehen.
Eine Studie von Forschern der Universität Ulm (Deutschland) und des Leiden University Medical Center (Niederlande) zeigte kürzlich, dass variantspezifische Antikörper zur Bestimmung der Überlebenschancen bei CLL-Patienten verwendet werden können.Die von ProteoGenix entwickelten Antikörper wurden erfolgreich eingesetzt, um eine einzelne Punktmutation im IGLV3-21-Gen (R110) zu erkennen, die zudem mit schlechteren klinischen Ergebnissen korrelierte.
CLL ist eine unheilbare B-Zell-Erkrankung mit einer hohen Inzidenz bei Erwachsenen in westlichen Ländern. Der Verlauf ist jedoch sehr variabel und abhängig von den spezifischen Mutationen (Subsets) der Patienten werden teils radikal unterschiedliche Verläufe beobachtet.
Bisherige Studien konzentrierten sich darauf, den Zusammenhang zwischen dem Mutationsstatus des Immunglobulin-Schwerkettengens (IGHV) und den Überlebenschancen der Patienten zu demonstrieren. Im Gegensatz dazu zeigte die vorliegende Studie, dass bisher beschriebene Krankheits-Subsets neu definiert werden sollten, da die neu entdeckte Mutation im IGLV3-21-Gen (Leichtkette) verbreiteter ist und signifikant stärker mit ungünstigen klinischen Ergebnissen korreliert.
Die frühe Identifikation dieser Mutation könnte den Krankheitsverlauf maßgeblich beeinflussen. Diese Arbeit ist somit ein bedeutender Meilenstein für die Entwicklung präziser diagnostischer Werkzeuge zur Früherkennung unterschiedlicher CLL-Subtypen. Zukünftig könnten diese Antikörper auch für die Entwicklung neuer Biotherapien bei CLL eingesetzt werden.
Wir fühlen uns geehrt, vom interdisziplinären Team unter der Leitung von Prof. Hassan Jumaa (Universität Ulm, Deutschland) ausgewählt worden zu sein, um diese Antikörper zu entwickeln und ihre Forschung entscheidend zu beschleunigen.
Wir gratulieren dem Team herzlich zu diesen beeindruckenden wissenschaftlichen Fortschritten und sind stolz darauf, dass die von ProteoGenix erzeugten variantspezifischen Antikörper dazu beigetragen haben.
Maity, P. C. et al. IGLV3-21*01 ist ein erblicher Risikofaktor für CLL durch den Erwerb einer einzelnen Punktmutation, die autonomes BCR-Signaling ermöglicht. PNAS. 2020; 117(8):4320-4327. https://doi.org/10.1073/pnas.1913810117
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