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Kunde
DMC Biotechnologies
Sektor
Forschung
Forschungsbereich
Entwicklung von Nachweiswerkzeugen
Target
Engineered DAS+4-Tag
Schlüsselprozesse:
Dynamic Metabolic Control (DMC) hat eine Plattform für Metabolic Engineering entwickelt, mit der gezielte Enzyme von Stoffwechselwegen bedarfsgerecht durch gezielte proteolytische Degradation herunterreguliert werden können. Dies wird erreicht, indem eine kurze synthetische Peptidsequenz, das DAS+4-Tag, direkt an ausgewählte Enzyme angehängt wird, was diese für eine kontrollierte Degradation unter definierten Prozessbedingungen kennzeichnet.
Zur Unterstützung der Entwicklung und Optimierung dieser Plattform wurde ein Nachweiswerkzeug benötigt, das in der Lage ist, das DAS+4-Tag spezifisch zu erkennen. Die größte Herausforderung lag darin, eine hohe Selektivität gegenüber dieser synthetischen Sequenz zu erreichen, ohne Kreuzreaktionen mit eng verwandten bakteriellen Sequenzen auszulösen. Die Erzeugung eines Anti-DAS+4-Antikörpers mit dieser Unterscheidungsspezifität würde die Quantifizierung der Markierungs-Effizienz und Degradationskinetik durch gängige immunanalytische Methoden wie Western Blot und ELISA ermöglichen – und somit einen zuverlässigen analytischen Rahmen für die Stammentwicklung und Bioprozessentwicklung bieten.
1
Hohe Selektivität und Vermeidung von Kreuzreaktionen mit ähnlichen nativen bakteriellen Sequenzen
2
Gewährleistung der Funktionsfähigkeit in Western Blot- und ELISA-Assays
Schritt I: Peptid-Design & Synthese
Basierend auf der DAS+4-Tag-Sequenz wurden bis zu 3 Kandidatenpeptide entworfen und synthetisiert, anschließend an Trägerproteine konjugiert (KLH für Immunisierung, BSA für ELISA-Screening).
Schritt II: Mäuseimmunisierung
Fünf Mäuse wurden mit einem optimierten Schnellprotokoll und dem proprietären TiterFast™-Adjuvans immunisiert. Die Immunantwort wurde durch serielle Blutentnahmen und ELISA-Titration gegen die Peptidmischung überwacht.
Schritt III: Fusion und Screening
Milzzellen der besten Maus wurden mit einer Myelomzelllinie fusioniert. Die resultierenden Hybridome wurden mittels ELISA gescreent, um Klone mit spezifischer DAS+4-Erkennung zu identifizieren; bis zu 20 Kandidatensupernatanten wurden zur Validierung an den Kunden versandt.
Schritt IV: Hybridom-Subklonierung
Die beiden besten Elternklone wurden durch iterative Grenzverdünnung und ELISA-Tests subkloniert. Es erfolgte eine Isotypisierung, und das beste monoklonale Hybridom wurde kryokonserviert.
Schritt V: Antikörperproduktion
2 mg gereinigter monoklonaler Antikörper wurden aus dem ausgewählten Klon hergestellt, durch Protein A/G-Affinitätschromatographie gereinigt und per SDS-PAGE sowie ELISA qualitätskontrolliert.
Ergebnisse:
Der ausgewählte Antikörper zeigte eine starke ELISA-Reaktivität gegenüber dem Zielpeptid (OD 2,95 bei 1:2.000), blieb jedoch beim Negativkontrollpeptid auf Hintergrundniveau (maximal OD 0,04 bei allen Verdünnungen). Ein spezifisches Signal war selbst bei 1:128.000-Verdünnung noch nachweisbar. Das Zielsignal war selbst bei höchster getesteter Verdünnung etwa 14,3-fach höher als beim Kontrollpeptid – ein Beleg für die hohe Selektivität für das DAS+4-Tag.
ProteoGenix unterstützte DMC Biotechnologies bei der Entwicklung eines selektiven Antikörpers gegen das entwickelte DAS+4-Tag mit starkem ELISA-Signal am Zielpeptid, minimaler Reaktivität gegenüber dem nativen Kontrollpeptid und Aktivität über einen großen Verdünnungsbereich. Durch gezieltes Peptid-Design, Gegenscreening und unterstützte Klonauswahl stellte die Zusammenarbeit DMC ein praktisches Werkzeug bereit, um das Tag zu detektieren und die Stammentwicklung zu fördern.
ProteoGenix war ein hervorragender Partner – das Kundendienstteam war stets erreichbar, kompetent und engagiert in unser Projekt involviert.
Der gelieferte Antikörper zeigt durchgängig exzellente Sensitivität und Spezifität, mit zuverlässigen, reproduzierbaren Signalen und minimalem Hintergrund in ELISA- und Western Blot-Anwendungen.
In Verbindung mit sehr wettbewerbsfähigen Preisen und der Einhaltung aller Absprachen bietet ProteoGenix ein außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir empfehlen sie jedem Labor, das zuverlässige, maßgeschneiderte und hochwertige Antikörper sucht.
Der Erfolg dieser Kooperation basierte auf enger Kommunikation, wissenschaftlicher Fachkompetenz und engagiertem Projektmanagement von Anfang bis Ende. DMC Biotechnologies profitierte so nicht nur von einem IP-freien, vollständig kundeneigenen Antikörper, sondern auch von einem garantiert risikofreien Service: Keine Erfolgsgarantie – keine Bezahlung. Ein dedizierter PhD-Experte betreute das Projekt und sorgte für umfassende Unterstützung während Entwicklung und Validierung. So entstand ein solides Fundament für einen maßgeschneiderten, selektiven Antikörper für DMC.
DMC Biotechnologies ist ein US-amerikanisches Biotechnologieunternehmen, das sich auf Präzisionsfermentation und nachhaltige chemische Produktion spezialisiert hat. Die eigens entwickelte Dynamic Metabolic Control™-Plattform ermöglicht standardisierte, robuste und vorhersagbare Fermentationsprozesse und fokussiert dabei auf skalierbare Entwicklung und Produktion. Dieses Projekt unterstützte direkt die DMC-Plattform durch die selektive Erkennung des DAS+4-Tags zur Kontrolle des Enzymabbaus.